Schönberg (1.620 m), Seekarkreuz (1.601 m) von Lenggries
Aussichtsreiche Voralpenrunde auf verschwiegenen Pfaden
Sowohl Schönberg als auch Seekarkreuz sind bestens bekannte Gipfel. Besonders zweiterer wird aufgrund der Nähe zur Lenggrieser Hütte sehr häufig begangen. Routen gibt es in dieser Gegend von allen Seiten, meist mit längerem Forststraßenanteil.
Diesen Umstand kann man sich zunutze machen und mit Hilfe des eBikes eine interessante Voralpentour zusammenbauen. Die Überschreitung des Schönbergs (1.620 m) bis zum Seekakreuz (1.601 m) bietet unmarkierte, steile Waldpfade, eine sensationelle Aussicht und ein bisschen alpines Gelände.
Das Auto kann zudem daheim bleiben, denn wer mit dem eBike unterwegs ist, kann perfekt vom Bahnhof Lenggries starten!
Touren-Steckbrief
- Schwierigkeit Bike : Gut zu fahrende Forststraße (meist flach, kurze Steigungen um die 10%)
- Schwierigkeit Hike : Anspruchsvolle Bergwanderung (zwischen Maria Eck und Seekarkreuz T3, ansonsten T2)
- Höhenmeter (Aufstieg) : Ca. 1.200 hm (davon 250 Bike / 950 Hike)
- Strecke (insgesamt) : Ca. 22 km (davon 13 km Bike / 9 km Hike)
Routenverlauf
Lenggries Bahnhof (679 m) – Bike-Depot (970 m) – Schönberg (1.620 m) – Seekarkreuz (1.601 m) – Lenggrieser Hütte (1.338 m) – Bike-Depot (970 m) – Lenggries Bahnhof (679 m)
Anfahrt
Mit dem Auto: Von München über die A95 bis Ausfahrt Wolfratshausen. Weiter über Geretsried und Bad Tölz nach Lenggries.
Mit der Bahn: Von München HBF mit der BRB RB56 bis Lenggries Bahnhof.
Einkehr
Lenggrieser Hütte: Einkehr und Übernachtung, geöffnet Mai bis Oktober
https://www.lenggrieserhuette.de/hauptseite.html
Auffahrt zum Bike-Depot
Mit dem Bike geht es direkt am Bahnhof Lenggries los. Ein Stück folgt man dem Weg parallel zur B13, bis es nach links zum Parkplatz Hohenburg abzweigt. An diesem angekommen, würde es nun geradeaus Richtung Hirschtalsattel gehen (Tourentipp: Kampen-Überschreitung). Hier gilt es allerdings, sich rechts zu halten („Mühlbach“).
Die Straße führt nun geteert an etlichen Häusern und Höfen – und den ersten Abzweigungen Richtung Grasleitenstein und Lenggrieser Hütte – vorbei nach Südosten. Auch der Schönberg kommt bald in Sicht. Schließlich taucht man in den Wald ein, wo es erstmalig auch steiler wird. An einer Abzweigung nach Fleck hält man sich nochmal links und erreicht bei einer Beschilderung nach links („Lenggrieser Hütte“) nach insgesamt 6,5 Km das Bike-Depot.
Auf den Schönberg über den Direktaufstieg
Nachdem das Bike an der Beschilderung (dem späteren Abstiegsweg) geparkt ist, heißt es dem steilen Forstweg noch ca. 10 Minuten weiter zu folgen. In einer Linkskurve heißt es aufpassen. Scharf nach links – gut sichtbar, aber nicht markiert oder beschildert – zweigt ein erdiger Pfad in den Wald ab.
Es folgt nun ein durchgehend sehr steiler und wurzeliger Waldanstieg, der fast 600 Höhenmeter gnadenlos anzieht. Aussicht und Abwechslung gibt es wenig, aber man gewinnt schnell viele Höhenmeter. Erst relativ kurz unter dem Gipfel erreicht man freies Grasgelände und kann das Kreuz oberhalb schon sehen. Nach letztem steilen Anstieg schließlich ist der Schönberg (1.620 m) erreicht.
Der anstrengende Aufstieg hat sich gelohnt, denn man wird direkt und unvermittelt von einer fantastischen Aussicht empfangen, die das gesamte Karwendel und noch darüber hinaus umfasst. Für die Gipfelpause empfiehlt es sich, vom Kreuz noch ein Stück weiter bis zum höchsten Punkt des Schönbergs aufzusteigen!
Vom Schönberg zum Seekarkreuz
Vom Schönberg geht es erstmal wieder auf offiziellen, aber nicht überlaufenen, Wegen weiter. Zunächst folgt ein gutmütiger Abstieg nach Norden zum Maria Eck (1.468 m), von dem auch Steige nach Fleck oder Richtung Roß- und Buchstein abzweigen.
Geradeaus geht es weiter zum Seekarkreuz. Wie es auch schon die Schilder andeuten, wird es nun ein bisschen anspruchsvoller, wobei die Anforderungen höchstens bis T3 gehen. Nur trocken sollte es schon sein. Nach einfachem Beginn gelangt man an einige Felsen. Diese werden über ganz leichte Kraxelei erstiegen. An zwei Stellen wurden zur Sicherheit Klammern verbaut.
Ein kurzweiliger Übergang, der aber nicht allzu lange dauert. Im Anschluss wird der Pfad wieder gutmütiger und der Sattel vor dem Seekarkreuz kommt in Sicht. Von dort ist nach kurzem Schlussanstieg das Seekarkreuz (1.601 m) erreicht, von dem die Aussicht nicht ganz mit dem Schönberg mithalten kann.
Abstieg über Lenggrieser Hütte
Auf beschildertem Weg folgt der Abstieg zur Lenggrieser Hütte (1.338 m), auf der man besonders schön am späten Nachmittag bei untergehender Sonne einkehren kann. An der Beschilderung zum Grasleitensteig heißt es nun aufpassen. Links/oberhalb knickt ein zweiter Weg ab. Dieser führt flach aus dem Wald und muss bereits nach der ersten Linkskurve wieder nach rechts über einen schwer zu sehenden Steig verlassen werden (GPS/Karte dringend empfohlen!)
Passend zum Aufstieg auf den Schönberg geht es auch auf dem Abstieg wieder sehr steil durch den Wald. In kurzer Zeit ist der Hauptteil der Höhenmeter geschafft und der Steig mündet in einen groben Karrenweg. Der grobsteinige und steile Weg verläuft etwas unangenehm über einige Kehren bergab, bis schließlich das Bike-Depot in Sicht kommt. Dank flacher und meist geteerter Straße folgt eine rasante Abfahrt nach Lenggries!
Fazit
Der Lenggrieser Bahnhof hat sich wieder einmal als super Startpunkt für eine ungewöhnliche Bike & Hike Route erwiesen. Aufstieg wie Abstieg bewegen sich auf unbekannten und steilen Wegen. Die Überschreitung vom Schönberg zum Seekarkreuz hingegen ist bekannt und punktet mit einer fantastischen Aussicht und auch ein bisschen „Felskontakt“. Die Einkehr auf der Lenggrieser Hütte rundet das Ganze zu einer sehr lohnenden Tour ab!
Karte
GPX-File zum Download
Hinweis: Die Nutzung der Datei unter folgendem Link für die eigene Tourenplanung erfolgt auf eigenes Risiko. Für Fehler oder Ungenauigkeiten kann keine Haftung übernommen werden.


































