Rabenkopf (1.555 m) von Pessenbach

Ideale Feierabendtour von Pessenbach über die Orterer Alm 

Der Rabenkopf kann von verschiedenen Seiten erreicht werden. Schwer ist dabei keine der Routen, kurz aber auch nicht. Mit Unterstützung des eBikes lässt sich allerdings über die Nordseite eine kurze und knackige Tour unternehmen, die sich perfekt für den Feierabend anbietet.   

Abendstimmung mit Blick auf den Kochelsee

Touren-Steckbrief

  • Schwierigkeit Bike : Teils steile und grobe Forststraße (Steigung bis zu 20%)
  • Schwierigkeit Hike : Unschwierige Bergwanderung (T2)
  • Höhenmeter (Aufstieg): Ca. 900 hm (davon 450 Bike / 450 Hike)
  • Strecke (insgesamt): Ca. 13 km (davon 8,5 km Bike / 4,5 km Hike)

Routenverlauf

Pessenbach (650 m) – Orterer Alm (1.085 m) – Pessenbacher Schneid (1.270 m) – Schwarzeck (1.527 m) – Rabenkopf (1.555 m) – Retour auf der identischen Route

Anfahrt

Mit dem Auto: Über die A95 München-Garmisch bis zur Ausfahrt Sindelsdorf. Weiter Richtung Kochel über Benediktbeuern bis nach Pessenbach. Direkt an der Straße befindet sich auf der rechten Seite der Wanderparkplatz.
Mit der Bahn: Von München HBF mit der Regionalbahn bis Benediktbeuern oder Kochel am See. Von dort mit dem eBike in ca. 4 km zum Ausgangspunkt der Tour.

Einkehr

Keine Einkehrmöglichkeiten auf der Tour.

Auffahrt zur Orterer Alm

Die Tour startet direkt am Parkplatz. Ich überquere die B11 und folge der gegenüberliegenden Forststraße Richtung Rabenkopf. Diese steilt bereits nach der ersten Rechtskurve ordentlich auf und erreicht stellenweise knapp 20% Steigung. Auf der meist schattigen Straße gewinne ich schnell an Höhe und kann bald die ersten Blicke hinunter ins „Flachland“ genießen. Teilweise tauchen Schilder Richtung Rabenkopf auf, wobei die Richtung fast immer eindeutig ist.

Nach einer Senke komme ich wieder in den Wald und treffe dort auf die Beschilderung nach rechts Richtung Rabenkopf und Staffelalm. Von dort sind es nur noch wenige Minuten zur verschwiegenen Orterer Alm, bei der man spätestens das Bike-Depot errichtet.

Zum Rabenkopf über das Schwarzeck

Der Weiterweg ist klar. Der Karrenweg vollzieht eine Rechtskurve und geht in einen Steig über, der sich direkt den Hang hinaufschlängelt und in einer anschließenden Linkskurve in gerade einmal 20 Minuten ab der Orterer Alm zur Pessenbacher Schneid mit Holzkreuz und schönem Ausblick Richtung Vorkarwendel leitet. Dort könnte man nun in einem Bogen nach Süden Richtung Staffelalm weitergehen. Doch ich wende mich am Sattel direkt nach rechts und stoße bei der Bergwachthütte auf einen hölzernen Wegweiser Richtung Rabenkopf.

Es ist nun nicht mehr weit. Von der Bergwachthütte geht es in direkten und steilen Serpentinen durch den Wald auf das Schwarzeck zu, von dem man das Gipfelkreuz des Rabenkopfes bereits sehen kann. Den Gipfel erreicht man nach kurzem Abstieg in die Senke und Gegenanstieg mit einer kurzen versicherten Stelle (Drahtbügel und -seil). Insgesamt ca. 30 Minuten von der Pessenbacher Schneid.

Ich sitze an diesem Montag Abend alleine auf dem Rabenkopf und genieße eine ausgiebige Brotzeit mit Blick auf den Kochelsee und ins Karwendel bei herrlich milden Temperaturen.

Abstieg auf derselben Route

Wer noch Zeit und Lust hat, könnte nach Süden zur Staffelalm absteigen und von dort zur Pessenbacher Schneid zurück. Ich entscheide mich dafür, den kürzeren Aufstiegsweg auch retour zu nehmen, um bei der Abfahrt nicht in die Dunkelheit auf der steilen Forststraße zu kommen.

Bei zügigem Abstiegstempo komme ich in kaum mehr als 30 Minuten zurück zur Orterer Alm und genieße die kurze und steile Abfahrt in der Abendsonne zurück zum Auto.

Fazit

Der Rabenkopf ist ein idealer eBike & Hike Gipfel. Zu Fuß ist er von beiden Seiten nur mit einigem Zeitaufwand zu erreichen. Belohnt wird man zwar mit einer netten Aussicht, aber andere benachbarte Gipfel wie die „Benewand“ oder auch der Jochberg haben da noch mehr zu bieten. Die steile Forststraße über die Nordseite und der direkte Steig über das Schwarzeneck machen den Rabenkopf also zu einer lohnenden Unternehmung zum Feierabend!

Karte

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