Feichteck (1.514 m), Hochries (1.568 m) aus der Spatenau

Lohnende Kammwanderung auf zwei Chiemgauer Aussichtsgipfel 

Die Hochries gehört zu den Gipfeln, die man idealerweise außerhalb des Seilbahnbetriebs besucht, da es sonst ganz schön zugehen kann. Die durchgehend geöffnete (und schöne) Hochrieshütte tut ihr übriges dazu. Ein Februar mit wenig Schnee kommt für diese Tour also gerade recht.  

Gerade mit Bike-Unterstützung gibt von allen Seiten Tourenmöglichkeiten. Ein idealer Ausgangspunkt ist der Kessel unweit der Doaglalm. Von hier bietet sich eine Rundtour über den Kamm zwischen dem deutlich ruhigeren Feichteck (1.514 m) und der Hochries (1.568 m) an. Der Karkopf (1.498 m) würde als dritter Gipfel auf dem Weg liegen, sollte aber im Winter wegen Schongebiet unterhalb umgangen werden.

Insgesamt ergibt sich eine lohende Runde, die lediglich am steilen Feichteck ein bisschen Trittsicherheit verlangt!

Gipfelkreuz an der Hochries

Touren-Steckbrief

  • Schwierigkeiten Bike : Teils steile, aber komfortable Teer- und Forststraße (Steigungen bis 15%)
  • Schwierigkeit Hike : Moderate Bergwanderung (T2+)
  • Höhenmeter (Aufstieg) : Ca. 1.000 hm (davon 250 Bike / 750 Hike)
  • Strecke (insgesamt) : Ca. 13 km (davon 6 km Bike / 7 km Hike)

Routenverlauf

Parkplatz Spatenau / Doaglalm (760 m) – Bike-Depot Nähe Doaglalm (1.000 m) – Alfred Drexel Haus (1.246 m) – Feichteck (1.514 m) – Hochries (1.568 m) – Seitenalm (1.320 m) – Bike-Depot – Retour auf der Auffahrtsroute

Anfahrt

Mit dem Auto: Von München über die A8 bis Ausfahrt Achenmühle. Durch Samerberg durchfahren und Richtung „Duftbräu“ folgen, bis auf rechter Seite der Parkplatz zur Doaglalm kommt.
Mit der Bahn: Öffentlich ist diese Tour sehr schwer zu erreichen.

Einkehr

Hochrieshütte: Übernachtung und Einkehr, geöffnet Sommer und Winter
https://www.hochrieshuette.de/

Doaglalm: Einkehr mit kurzem Umweg erreichbar. Geöffnet Sommer und Winter (bei gutem Wetter am Wochenende)
https://doagl-alm.de/Doag

Auffahrt zum Bike-Depot

Gegenüber des Parkplatzes zieht die geteerte Straße zur Doaglalm gleich steil an, während die Fußgänger links auf einen Steig abbiegen. In zwei langen Schleifen geht es durch den Wald, bis es in einer längeren Gerade entlang schöner Wiesen flacher wird. Man trifft auf das Ende der Steige, auf denen die Wanderer heraufkommen. 

Nochmals sehr steil und geteert zieht die Straße das letzte Stück zur Doaglalm hinauf. Rechts lässt sich sehr schön Richtung Heuberg schauen. Bei der Beschilderung zur Doaglalm gilt es nun nach links abzubiegen. An einer Privathütte vorbei gelangt man zu einem Baum mit Beschilderung, hier Bike-Depot.

Über das Alfred Drexel Haus zum Feichteck

An besagtem Baum folgt man dem anfangs schwer zu sehenden Pfad Richtung „Alfred Drexel Haus“, der oberhalb dann deutlicher wird. Entlang blauer Markierungen geht es steil und direkt durch den Wald. An einem großen Felsen vorbei, folgen ein paar längere Kehren, bis man auf eine Forststraße stößt.

Man folgt der Straße kurz nach links und erkennt im Wald unterhalb das nicht mehr betriebene Alfred Drexel Haus. Direkt oberhalb geht es wieder in den Wald. Wiederum sehr steil zieht der erdige Pfad bergauf, bis schließlich der Kamm unter dem Feichteck mit schöner Aussicht zum Spitzstein erreicht ist. 
Hinweis: Durch Waldarbeiten zum Zeitpunkt der Tour Februar 2026 wurde der Einstieg in den Steig weggerissen, hier ggfs. GPS zu Hilfe nehmen. 

Passend zu dieser Tour, erfolgt auch der Gipfelanstieg zum Feichteck (1.514 m) direkt durch den Wald und zum Schluss über einen sehr steilen Hang. Im Winter sind Grödel aufgrund des steilen Geländes hier Pflicht. Vom Gipfel eröffnet sich ein herrlicher Fernblick bis zum Großen Wiesbachhorn.

Vom Feichteck zur Hochries

Vom Gipfel geht es auf demselben Weg zurück zum Kamm, dem man nun einfach weiter geradeaus folgt. Vor dem Karkopf zeigt das Warnschild das Schongebiet im Winter an. Statt auf den Gipfelpfad abzuzweigen, folgt man also weiter dem breiten Weg. Dieser zieht links unterhalb am Karkopf vorbei (hier auf Steinschlag durch Gämsen achten).

Nachdem der Karkopf passiert ist, stößt man wieder auf den Kamm. Über steinige Stufen geht es weiter nach Osten. Kurz vor der Hochries zweigt nach links der spätere Abstiegsweg ab. In weiteren 10 Minuten schließlich ist man an der Hochries (1.568 m) und der schon von weitem sichtbaren Hochrieshütte angekommen, die sich für eine Einkehr bestens anbietet.

Abstieg über die Seitenalm

Nach verdienter Einkehr geht es kurz auf dem Aufstiegsweg zurück bis zur Beschilderung Richtung Spatenau. Über den stufenartig ausgebauten Weg ist man schnell bei den Seitenalmen angelangt. Von dort geht es in weiteren unzähligen Serpentinen hinunter, bis sich die Wege in verschiedene Richtungen teilen.

Hier nun nach links Richtung Spatenau orientieren. Nach weiteren Stufen geht der Steig in einen breiten Kiesweg über, der in ein paar letzten Kurven schließlich zurück zum Bike-Depot führt. Auf der meist geteerten Straße erfolgt von dort in kaum 15 Minuten die schnelle Abfahrt zurück zum Parkplatz.

Fazit

Die Runde über Feichteck und Hochries ist eine ideale Halbtagestour, die sich aufgrund der niedrigen Höhe – bei geringen Schneeverhältnissen mit Grödeln – auch hervorragend für den Winter eignet. Der steile Aufstieg durch den Wald bis zum Feichteck kostet ein bisschen Kraft und am Gipfelbereich Trittsicherheit, ansonsten handelt es sich um eine einfache Wanderung.

Karte

GPX-File zum Download

Hinweis: Die Nutzung der Datei unter folgendem Link für die eigene Tourenplanung erfolgt auf eigenes Risiko. Für Fehler oder Ungenauigkeiten kann keine Haftung übernommen werden.

Hochries.gpx

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